Vom kleinen Elektrozulieferer zum Lüftungsprofi

Unsere Geschichte - vom ungewöhnlichen Start bis zum LIMODOR als Weltmarke

1961: Der Start

1961 ist ein Jahr großer Ereignisse. Die Berliner Mauer wird gebaut, John F. Kennedy Präsident zum Präsidenten gewählt und Juri Gagarin fliegt als erster Mensch ins Weltall. Mit dem WWF entsteht eine der ersten Umweltorganisationen, auch wenn Klimaschutz und Nachhaltigkeit im Kohle- und Ölboom noch keine Themen sind.

Abseits von der Weltbühne wird in Linz eine kleine Firma namens Limot, die Linzer Elektromotorenbaugesellschaft m.b.H, gegründet. Sie hat nur wenige Mitarbeiter, aber diese sind Experten in der Fertigung von Bauteilen für Kleinelektromotoren. Das junge Unternehmen erwirbt sich schnell einen guten Ruf und kann bald Branchengrößen wie Siemens zu seinen Kunden zählen.

1966: Die Geburtsstunde der Lüftungstechnik

"Wir bauen tolle Motorkomponenten für Andere. Warum aber kein eigenes Produkt ?" 1966 ist es so weit. Als "LIMODOR" werden fortan Lüftungsgeräte zum Metier. Das allererste Produkt löst ein allzumenschlichen Tabu: Der LIMODOR CC - "das Ei" - macht Schluss mit  Luft anhalten auf Toiletten. Nicht unbedingt der klassich-heroische Start einer Firmengeschichte. Aber ein erfolgreicher, der ein Menschheitsproblem diskret und innovativ behebt. Auch viele Jahrzehnte später finden sich auf so mancher Toilette noch immer LIMODOR-Eier. Und deren Nachfolger sind weltweit millionenfach präsent.

1977: Eine Erfindung fürs Leben - das Einrohrlüftungssystem

Der große Stromausfall in New York führt zum Babyboom. Apple bringt den ersten Computer mit integrierter Tastatur und Bildschirm auf den Markt. Niki Lauda wird mit Ferrari Formel 1 Weltmeister. Und Elvis Presley, der King of Rock´n Roll,stirbt.

1977 ist prägend bei Limot: Mit dem LIMODOR W hat das erste Einrohrlüftungssystem Premiere. Ein technisches Prinzip, bis heute millionenfach bewährt: Ein zentrales Abluftrohr, beliebig viele Lüfter, keine verunstaltete Hausfassade. Egal welcher Raum - dieses Lüftungssystem revolutioniert den Markt und ist Basis aller Weiterentwicklungen.

1986 - 1987: Das erste eigene Firmengebäude in Leonding

Tschernobyl erschüttert die Welt. Herbert von Karajan dirgiert sein letztes Neujahrskonzert. Die Österreicherin Ulla Weigerstorfer wird Miss World und das Klimaschutz-Abkommen von Montral unterzeichnet. Zunehmendes Umweltbewusstseins, das später den Unternehmensweg nachhaltig prägt. 

Mit wachsendem Produkterfolgen ist Limot flügge geworden und braucht mehr Platz. Dem Erwerb eines  bestehenden Firmenareals "mitten auf der grünen Wiese" am heutigen Standort 1986 folgt eine Renovierung und 1987 der Umzug nach Leonding. Die knallgelbe Gebäudefarbe wird über Jahrzehnte prägendes Markenmerkmal.

1988 bis 1992: Schutz und Komfort - auch beim Lüften im Trend

Die Berliner Mauer fällt, ebenso der Ostblock, neue Länder entstehen. Freiheit und Lebenslust prägt die Jugend. Umweltschutz rückt angesichts toter Flüsse, kahler Wälder und Dauersmog in den Fokus. Neue Unsicherheit macht die eigene Wohnung zur Burg. Als Schutz vor Lärm und Schadstoffen, vor zunehmenden Hitze- und Kältewellen. Aber auch zum Wohlfühlen daheim. Trends, die das Lüftungsbusiness künftig prägen werden. 

Limot bringt dafür neue Lüfter auf den Markt. Den LIMODOR B für dünne Zwischenwände. Den C/E als  "Klo-Innovation" mit Schalenabsaugung und den multifunktionale F/E. Lüftung haben wird salonfähig. 

1992: Platzmangel nach nur fünf Jahren

Mit dem Vertrag von Maastricht wird die EU in ihrer heutigen Form Realität. Die Amerikaner wählen Bill Clinton zum Präsidenten.

Bei Limot geht die positive Unternehmensentwicklung weiter. Aufgrund der stetig steigenden Nachfrage wird das erst vor fünf Jahren bezogene Firmengebäude rasch zu klein. 1992 kommt ein Stockwerk im Bürogebäude dazu. Ebenso wächst auch das Lager.

1996: Das Wachstum geht ungebremst weiter

Die Briefbombenserie, mehrere Wahlen und der EU-Beitritt halten Österreich in Atem. Andi Goldberger springt als erster Mensch über 200m, zwei Monate später trauert die Formel1 um Ayrton Senna und Roland Ratzenberger, die beide in Imola verunglücken.  Währenddessen platzt Limot schon wieder aus allen Nähten. Der bisher größte Ausbau folgt. Eine großzügige neue Produktion samt Lagerhalle entstehen. Aus der kleinen Leondinger Elektrofirma ist endgültig ein mittelständiges Unternehmen geworden.

2001: Der Millionenlüfter wird geboren

In diesem Jahr brennt sich 9/11 in das kollektive Menscheitsgedächstnis ein. Am 31. Dezember nimmt Österreich Abschied vom Schilling und wird Euroland. Der neue LIMODOR F/M starte das erste Mal sein Gebläse und sichert sich sofort das uneingeschränkte Lob von Fachwelt und Kunden.Diese Ablauftsystem überzeugt bis heute und wurde schon millionenfach verbaut. Mit wenigen Klicks ohne Werkzeug einsatzbereit, überzeugend in den Leistungen. Der F/M avanciert zum Star der Einrohrlüfterwelt.

2006: Wieder wird gebaut

Österreich wird im März von Schneemassen heimgesucht, selbst im tiefgelegenen Leonding ein halber Meter hoch. Limot wächst weiter. Für Techniker und Verwaltung wird der Bürotrakt erweitert und ein großzügiger ausgestatter Konferenzraum entsteht. Die Fassade ändert sich markant: Anthrazit und Silbergrau werden die dominierenden Farben, das Limot-Gelb bleibt in den Fahnen erhalten.

2009: Vom Einzellüfter zum System

Die Wohnkomfortbedürfnisse steigen, Ernergieeffizienz rückt stärker ins Bewusstsein. Bei Limot erfolgt ein großer strategischer Schritt vom Komponenten- zum Systemdenken. Erstmals werden  Einzellüfter mit einem Wärmetauscher zu smarten Wohnraumlüftungsystemen vereint und über eine Steuerung mit optimaler Wirkung betrieben. Das so enstandene Zentrallüftungssystem AirClean vereint den Komfort zentraler Zuluft mit der Effektivität einer dezentralen, bedarfsorientierten Absaugung.

2012: Neue Lebensrealitäten brauchen neue Lösungen

Der im Maya-Kalender prohezeite Weltuntergang entfällt. Der Opel Ampera wird als erstes Elektrofahrzeug Auto des Jahres. Verstädterung, Verkehrslärm, viele kleine Singlewohnungen prägen immer öfter das Wohnen. Lärm und Feinstaub werden zu Belastung, Fensteröffnen oft unmöglich. Bei Limot sorgte das für neue Ideen. Effizient, kompakt, leise und nachrüstbar - der AirVital, das erste Dezentrale Raumlüftungssystem entsteht. Besonders einfache nachrüstbar und 70% Wärmerückgewinnung überzeugten auf Anhieb.

2014: Erneuter Ausbau und wieder ein neues Lüftungskonzept

Deutschland schießt bei der Fußball-WM Brasilien mit  7:1 vom Platz und wird Weltmeister. Conchita Wurst gewinnnt mit "Raise like a Phoenix" für Österreich den Songcontest.

Auch bei Limot geht der Höhenflug stetig weiter. Wieder wird eine Erweiterung nötig. Im Bereich der Produktion entstehen durch Aufstockung neue Büros. Auch das Lager wächst. Mit dem neuentwickelten AirOdor hat das zweite Dezentrale Wohnraumlüftungssystem Premiere. Das kompakte, rohrförmige Gerät mit intergriertem Wärmetauscher  verschwindet vollständig in der Wand. Es überzeugt durch Energieeffiizienz, variable Filter und Schalldämpfung auch Lüftungsskeptiker rasch.

2017: Gottfried - der erste Roboter bei Limot

Während Österreich den kältesten Jänner seit 30 Jahren und eine Rekordzahl an Hitztagen im Sommer erlebt,kündigt Donald Trump für die USA das Pariser Klimaabkommen. Der Bedarf an innovativen Lüftungssystemen steigt bei Limot weiter und sorgt Mai für eine Premiere: Der erste Roboter - er bestückt Lüfterrahmen mit kleinen Federn -zieht ein. Namenspate ist der älteste, trotz Jahrgang 1932 noch immer aktive Limot-Mitarbeiter Gottfried Reifenauer. 

2018: Die Geburt des Klima-Lüfters

Österreich übernimmt im heißen Sommer den EU-Vorsitz. In Genua kracht die Morandi-Brücke spektakulär zusammen und in London schreddert sich bei Sotheby’s vor den Augen der entsetzten Käufer ein Bild des Street-Art-Künstlers Banksy selbst.

In Leonding hält die Elektronik im millionenfach verkauften Einrohrlüfter LIMODOR F/M Einzug und macht den nunmehrigen F/M-EC zum Multitalent. 80% Energieersparnis sind in punkto Nachhaltigkeit ein markantes Ausrufezeichen.

2019: Premiere für die flüsternde Raumlüftung und wieder ein Zubau

Die weltweit beachtete Ibiza-Affäre sprengt Österreichs Regierungskoalition. Erstmals ist temporär ein Expertenkabinett im Amt, geführt von der ersten Kanzlerin. Ebenso Premiere: Eine türkis-grüne Regierung nach der Herbstwahl, die da noch nichts von Corona ahnt.

Am Firmensitz wird wieder ausgebaut. Durch Aufstockung entsteht ein moderner Bürotrakt, das Gebäude erhält seine bis dato aktuelle Form. AirVital PRIME, ein hochinnovatives, maximal nachhaltiges und flüsterleises Dezentrales Raumlüftungssystem revolutioniert den Komfort für Schlafzimmer und Kleinwohnungen.

2020: Aus Limot wird LIMODOR

Die Jahrhundert-Pandemie Corona tritt kurz nach Jahresbeginn erstmals in Österreich auf, zwei Monate später geht das Land in seinen ersten Lockdown. Weitere werden folgen. Erstmal werden eine Sommerolympiade und die Fußball-EM um ein Jahr verschoben.

Nach fast 60 Jahren ist "Limot" als Firmenname Geschichte. Das Unternehmen heißt wie seine bekannteste Marke künftig LIMODOR. Gleichzeitig erfolgt ein CI/CD-Relaunch und die Neugliederung aller Lüftungssysteme in vier grundlegende Systemgruppen, die durch ein Farbleitsystem sofort übersichtlich erkennbar sind.

2021: Corona und Kellerlüftung

2021 hat ein Thema: Die Pandemie. Hausintern wird eine Teststraße etabliert, rund 2.300 Antigentests und viel Vorsicht verhindern erfolgreich produktionsgefährdende Massenkrankenstände. Das Thema Lüftung boomt, ein zweiter Roboter verstärkt die Produktion. Lockdowns und großflächiges Homeoffice machen heimische Untergeschoße als Raumalternative für Büro oder auch Wellness interessant. Mit dem neuen AirBase System bietet LIMODOR dafür ein innovatives und komfortables Kellerlüftungssystem, das auf großes Kundeninteresse stößt.

2022: Die Welt in der Krise und eine LIMODOR-Ausbildungsinitiative

Bis ins Frühjahr hinein bestimmt Corona weiter das Leben. Der Ukrainekrieg ab Februar verschäft Rohstoffmangel und Lieferkettenprobleme enorm. Diese wirken sich aber duch die fast vollständig in Leonding konzentrierte Produktion verbunden mit heimischen Zulieferern bei LIMODOR vergleichsweise gering aus. 10 im Haus entwickelte und gebaute mobile Lüftungstrainer werden künftig in der Installateur- und Lüftungstechnikerausbildung bei allen österreichischen WIFI´s eingesetzt. So vertiefen wir unser Engagement zugunsten einer nachhaltigen Fachkräfteausbildung.